KORROSIONSSCHUTZ IST QUALIÄTSSICHERUNG

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on whatsapp

Hinsichtlich der Qualität ist das Thema Korrosionsschutz von besonderer Bedeutung für Müller & Sohn ebenso wie für alle anderen Unternehmen des Stahlbaus. Verzinkungen tragen dazu bei, Schäden und Beschädigungen von Stahlbauten vorzubeugen.

Alle Maßnahmen des Korrosionsschutzes unterliegen einem Gebot der Wirtschaftlichkeit. Will meinen: Korrosionsschutz ist nur dann wirtschaftlich, wenn der dazu erforderliche finanzielle Aufwand geringer ausfällt als die durch Korrosionsschäden zu erwartenden Kosten. Da wir als Hersteller qualitativ hochwertiger Bedienbühnen und Maschinenunterkonstruktionen bei der Fertigung auf den metallischen Werkstoff Stahl setzen, ist das Thema Korrosionsschutz bei uns ganz hoch aufgehängt. Das gilt in besonderem Maße, weil unsere vorrangigen Kompetenzfelder neben dem allgemeinen Anlagenbau auch die Bereiche Lebensmittel- und Pharmaindustrie mit ihren entsprechend anspruchsvollen Hygiene- und Sicherheitsstandards umfassen.

Die herausragenden technischen Eigenschaften des Stahls eröffnen uns vielfältige Möglichkeiten bei der Verarbeitung des Werkstoffs. Gleichzeitig ist aber klar: Stahl unterliegt grundsätzlich korrosiven Beanspruchungen. Ein effektiver Schutz ist deswegen unerlässlich. Nur so lassen sichStahlkonstruktionen zuverlässig und dauerhaft schützen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem chemischen Element Zink zu. Es kommt als wesentlicher Bestandteil in der Natur vor und wird technisch vielfältig eingesetzt. Zink zählt außerdem zu den lebenswichtigen Spurenelementen für Menschen, Tiere und Pflanzen. Außerdem ist Zink in Legierungen wie Messing enthalten und wird beispielsweise als Zinkgussdruck für die Herstellung von Maschinenteilen oder Gehäusen verwendet. Auch beim Korrosionsschutz im Metall- und Stahlbau kommt Zink zum Einsatz – vor allem im Bereich der Feuerverzinkungen. Das gilt für kleine Bauteile ebenso wie für große Stahlkonstruktionen.

Das Feuerverzinken beschreibt ein Verfahren, auf das wir zum Schutz unserer Stahlkonstruktionen gerne zurückgreifen. Für die Durchführung dieses wichtigen Prozesses der Qualitätssicherung beauftragen wir einen unserer bewährten Leistungspartner. Das Verfahren des Feuerverzinken ist so einfach wie effektiv: Um Stahl wirkungsvoll vor Rost zu schützen, wird beim Feuerverzinken ein metallischer Überzug aus Zink aufgebracht. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, wird der Stahl entfettet und so gründlich gebeizt, dass eine metallisch reine Oberflächen erreicht wird. In einem weiteren Arbeitsgang wird das Material gespült und nach dem Durchlauf eines Flussmittelbads in einem Ofen getrocknet. Damit ist die Vorbehandlung abgeschlossen und der eigentliche Verzinkungsprozess kann beginnen. Dabei werden die Stahlteile in eine 450 Grad Celsius heiße Zinkschmelze getaucht. Infolge der dabei entstehenden wechselseitigen Diffusion bildet sich eine Eisen-Zink-Legierungsschicht. Diese ist ursächlich für einen hochwertigen und dauerhaften Korrosionsschutz.

Die so entstandenen stückverzinkten Bauteile weisen eine robuste Zinkschicht auf, deren Dicke gemäß DIN EN ISO 1461 zwischen 50 und 150 Mikrometer beträgt. Bei massiven Stahlbauteilen kann sie auch bis zu 200 Mikrometer liegen. Die unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheit kann, aufgrund des natürlichen Prozesses, in verschiedenen Ausführungen – zum Beispiel eisblumenförmig, grau oder glänzend – ausfallen. Unabhängig von der Oberflächenbeschaffenheit ist ein Korrosionsschutz gewährleistet. Verzinkungsarbeiten erfolgen bei unseren Bauteilen grundsätzlich nach den Festlegungen der DIN-Norm und unter Berücksichtigung der DASt-Richtlinie 022 zum Feuerverzinken von tragenden Bauteilen sowie der DIN EN 1090. Letztere Norm regelt den europäischen Konformitätsnachweis, unsere werkseigene Produktionskontrolle, die Herstellerzertifizierung und die CE Kennzeichnung unserer Stahl- und Aluminiumbauteile. Das beschriebene Verfahren macht deutlich: Viele Parameter zahlen auf die Qualität von Bedienbühnen und Maschinenunterkonstruktionen ein. Verzinkungen haben daran einen großen Anteil. Andere Maßnahmen ebenso.